Von Schichttorten und Nacktfotos: Wann ist ein Foto sexistisch, wann respektvoll?

Eine Vorstellung, die ich interessant finde, strukturiert das Universum, wie es jeder Mensch persönlich wahrnimmt, nach dem Prinzip der Schichttorte. Die unterste Schicht ist das eigene Bewußtsein, unsere Gedanken und Gefühle, die in materialistisch-physikalistischer Betrachtungsweise von biophysikalischen Prozesse in unserem Gehirn hervorgebracht werden, man kann daher etwas überspitzt sagen: die unterste Schicht der Weltwahrnehmung ist das eigene Gehirn. Die darüberliegende Schicht ist das Innere des eigenen Körpers, bzw. die Teile davon, die nicht unmittelbar an mentalen Prozessen mitwirken: Herz, Lunge, Gedärme, Muskeln, Knochen etc. Diese Organe bemerken wir normalerweise nicht sonderlich, erst in bestimmten Situationen treten sie deutlich in den Vordergrund – bei seelischer Erregung pocht das Herz (Platon sah es daher als Sitz der Tapferkeit an, heute betrachtet man es als Wohnort der Liebe), bei Hunger knurrt der Magen, bei sexueller Erregung werden die Genitalien aktiv. Die Wechselwirkung der zweiten Schicht mit dem Rest des Universums erfolgt über die dritte: die Körperoberfläche, ein Interface zwischen dem „ich“ und der Welt, zu der im westeuropäischen Kulturkreis im erweiterten Sinne ggf. auch die Kleidung gehört. Die letzte Schicht schließlich ist diese Welt – alles außerhalb von uns selber. Viele Menschen unterteilen diese letzte, geometrisch weitaus größte Schicht noch in mehrere weitere: menschliche Zivilisation und nicht-menschliche Natur, Erde und Weltraum usw.
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Schnee

Eine weiche, bläuliche Schneewelle umfließt die spätwinterliche Nordhalbkugel.

Schnee ist wunderbar. Er ist kalt und strahlendweiß im Licht der kristallinen Wintersonne. Er ist tintenblau und kuschelig wie ein Kopfkissen. Frühmorgens, wenn die Sonne, verborgen hinter Dunstschichten, über den Horizont steigt und ihr Licht gefiltert und erweicht in die Landschaft herabsinkt, die sanfte Helligkeit zwischen Birkenstämmen und Teichen wie gefrorenes Laub auf die Schneefläche schwebt, wird er glimmend rosa, traumartig irisierend, und man meint, nicht mehr auf der Erde zu sein. Abends, im Licht der Straßenlaternen, glüht er warm goldorange auf.
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Phantasie: Wie ich gerne dominiert werden möchte

Ich bin devot veranlagt. Frauen sind für mich wunderschöne Göttinnen, die verehrt, angehimmelt werden sollten. Doch in welcher Form, auf welche Weise würde ich gerne dominiert, erzogen, bestraft werden?

Ich denke, dies kann man recht gut daran erkennen, wie ich mir in meinen Stories die Zukunft der Menschheit ausgedacht habe: An der Spitze der Weltgesellschaft steht eine Art technokratische Liga wunderschöner, halbnackter, hyperintelligenter Wissenschaftlerinnen.
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Janina

Janina sucht nackt nach Exoplaneten.

Die meisten Exoplaneten kann man nicht einfach so abbilden: Der Glaßt ihres Sterns verschluckt sie wie ein prasselndes Feuer das Licht eines einzelnen Zündholzes. Janina ist eine Jägerin. Sie muß klug und listig vorgehen, winzige Vorteile ausnutzen und auf der Hut sein. Janina jagt Planeten am Ufer des Datenstroms, den große Teleskope in den Anden ausstoßen. Sie spürt ihnen nach in der Wildnis der Sternspektren, im undurchdringlichen Gestrüpp der Absorptions- und Emissionslinien.
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