Schwarzelfenzauber

Vor drei Tagen, am 18. Febraur 2013, ist Kinderbuchautor Ottfried Preußler verstorben. Seine berühmteste Kreation, der Räuber Hotzenplotz, geisterte über Zeitungs-Titelseiten und durch Kindheitserinnerungen.

Sind wir ehrlich: Den Räuber haben wir alle genial gefunden. Kasperl und Seppel dagegen… naja. Milchbubis die beiden. Dem ursprünglichen Charakter der Schelmenfigur Kasper – ein derber Bursche in der Art von Till Eulenspiegel – wird Preußlers Protagonist nun wirklich nicht gerecht. Ein sanftmütiger Musteknabe, der gerne bei seiner Großmutter sitzt, Pflaumenkuchen mit Schlagsahne futtert und mit seinem dümmlichen Freund den Räuber zum Schluß einfängt, wobei er ohne die Hilfe der guten Fee völlig aufgeschmissen gewesen wäre.

Fällt es nicht auf, wie faszinierend wir die Bösewichter in Geschichten aller Art finden, wie fad und farblos die Guten?
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„Sie haben einen schönen Po!“

Vor Jahren gab es bei uns in der Nähe des Instituts, in dem ich damals arbeitete, ein Cafe, das sich, sprachlich wenig überzeugend, „French Pub“ nannte. Mir gefielen jedoch die beiden Lampen, die links und rechts neben dem Eingang die ganze Nacht brannten; ich bin ein ausgeprägter Nachtmensch und arbeitete am liebsten nachts, in tiefer behütender Schwärze und Stille, die die ganze Welt einhüllt: Dann springt mein Gehirn an, schaltet auf Maximalleistung und meine Ideen schießen und sprühen wie Feuerwerkskörper in der Dunkelheit.
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