Bauchnabel-Gedanken

In der Türkei erzählt man sich die Sage, nachdem Gott den Menschen erschaffen habe, habe Satan voll Verachtung auf die neue Kreatur gespuckt – da er seine Geschöpfe nicht verunreinigt wissen wollte, nahm Gott jedoch die getroffene Stelle fort: So entstand der Bauchnabel des Menschen.

Dass mir der Bauchnabel bei Frauen besonders gefällt, ich ihn sehr sexy und anziehend finde, habe ich euch schon erzählt.

Nun möchte ich noch einige Gedanken zu diesem Thema aufschreiben.

Wie die meisten wohl wissen, ist der Bauchnabel die Narbe, die übrigbleibt, nachdem nach der Geburt die Nabelschnur abgetrennt wurde. Alle Säugetiere haben einen Bauchnabel, aber auch Vögel, da sie im Ei durch ein der Nabelschnur entsprechendes Gebilde mit dem Dotter (der bei eierlegenden Tieren die Rolle der Plazenta übernimmt) verbunden sind.

Jedoch ist der Mensch das einzige Lebewesen auf der Erde, bei dem der Bauchnabel eine deutliche sichtbare schüsselartige Vertiefung (seltener eine Ausbuchtung) in der Bauchoberfläche bildet. Wenn ihr eine Katze oder einen Hund habt, versucht mal den Bauchnabel des Tieres unter dem Fell zu finden: Das ist recht schwierig, da bei nichtmenschlichen Säugetieren der Nabel eine kaum wahrnehmbare Hautfalte ist.

Biologen sind sich noch nicht ganz sicher, weshalb der Bauchnabel bei Menschen so deutlich ausgeprägt ist. Liegt es am aufrechten Gang? Oder daran, dass wir kein Fell haben?

Manche Menschen, so zum Beispiel ich, finden den Bauchnabel des jeweils begehrten Geschlechts außerordentlich erotisch, schön und sexuell faszinierend – quasi in der Art einer sekundären Vulva. Dies könnte daran liegen, dass die Bauchdecke während der Embryonalentwicklung aus dem gleichen Gewebe hervorgeht wie die Genitalien, weswegen der Nabel an die gleichen Nervenstränge angekoppelt ist, die Signale sexueller Erregung aus dem Genitalbereich weiterleiten. Nicht wenige mögen es daher, am Bauchnabel gestreichelt und geküsst zu werden. Mir hat die Vorstellung, den Nabel einer Frau zu liebkosen, schon immer sehr gefallen.

Noch vor einigen Jahren war bauchfreie Kleidung sehr verbreitet. Wenn es draußen warm war, zeigten viele junge Frauen sich mit nacktem Bauch, im Nachtleben, aber auch „einfach so“ – in der Stadt oder an der Universität. Dies gefiel mir sehr, ich fand es schade, dass nach 2006 die bauchfreie Mode fast völlig verschwand. Ganz allmählich scheint sie zurückzukommen: letzten Sommer sah ich wieder einige bauchfreie Mädels. Eine davon, eine Studentin in der Bibliothek, gefiel mir so sehr, dass ich sie darauf ansprach. Nicht aufdringlich sondern ganz friedlich und zurückhaltend sagte ich ihr, ich fände es sehr schön, dass sie ihren Bauchnabel zeige, dieser Look sei leider selten geworden, eine junge Frau mit hübschem nacktem Bauch zu sehen sei ein wunderbarer Anblick. Sie war recht überrascht, aber lächelte und bedankte sich für das Kompliment.

Auf Goaparties sieht man relativ oft junge Frauen bauchfrei tanzen und feiern!

Es gibt viele schöne Arten, wie Frauen ihren Nabel „zelebrieren“, d.h. als Schmuckstück des eigenen Körpers präsentieren können.

Die einfachste Variante ist ein kurzes oberhalb des Nabels endendes T-Shirt. Ein schmales Tubetop, das die Brüste umfasst und ansonsten den Oberkörper nackt lässt, wirkt sehr sexy, frech und aufregend, da es nur geradeeben das nötigste bedeckt. Aber auch ein Hemd mit Knöpfen kann auf interessante Weise zu einem bauchfreien Outfit umfunktioniert werden, indem frau nur zwei oder drei Knöpfe über den Brüsten schließt und die restlichen offen lässt. Dies ist optisch interessant, da es die strenge, formelle Ausstrahlung eines geknöpften Hemdes mit der „unanständigen“ Aura eines bauchfreien Tops vereint!

Der Nabel selbst kann durch ein Piercing geschmückt werden. Manchmal tragen Mädchen sogar Bauchketten – um den Bauch herum gelegt – die sich gegebenenfalls vorne durch einen Nabelring ziehen lassen: sehr schön und sexy.

Es gibt viele Hinweise darauf, dass wir Figuren, deren Größenverhältnisse vom Goldenen Schnitt bestimmt werden, besonders ästhetisch finden. Der Goldene Schnitt, meist mit dem griechischen Buchstaben Phi bezeichnet, ist definiert als das Verhältnis zweier Strecken, deren Gesamtlänge zu der längeren im gleichen Verhältnis steht wie die längere zur kürzeren: Phi = (a+b)/a = a/b, wobei a die längere, b die kürzere Strecke ist. Es gilt näherungsweise Phi = 1.618…

Viele Proportionen des menschlichen Körpers entsprechen in guter Näherung dem Goldenen Schnitt: So steht z. B. der Abstand vom Scheitel bis zu den Fingerspitzen (wenn der Arm gerade nach unten ausgestreckt ist) zum Abstand vom Scheitel zum Bauchnabel in diesem Verhältnis; ebenso die Breite der Schultern zur Breite des Bauches.

Auch in anderen Naturbereichen findet sich dieses bemerkenswerte Zahlenverhältnis: Im Mikrokosmos bei der Struktur von DNS-Molekülen und Spinresonanzen von Kobalt-Niob-Kristallen; in der Anordnung von Ästen und Blattadern bei Pflanzen.

Ebenso wie die besondere Form des menschlichen Bauchnabels ist der Grund für die Verbreitung der Verhältnisses Phi=1.618… in der Natur noch nicht endgültig geklärt. Hat diese Zahl eine grundlegende Bedeutung für die Struktur der Realität, so wie Pi=3.14159… oder die Euler’sche Zahl e=2.71828…? Oder sind Strukturen in diesem Verhältnis einfach mechanisch besonders stabil, so dass sie von der Evolution bevorzugt werden?

Die antiken Griechen betrachteten den Olymp, Wohnsitz der Götter, als Nabel des Universums. Der Sage zufolge ließ Zeus je einen Adler vom östlichen und westlichen Ende der Welt losfliegen, dort wo sie sich trafen war das Zentrum, hier ließen die Götter sich nieder.

Die moderne Kosmologie kennt keinen ausgezeichneten, zentralen Punkt des Universums, alle astronomischen Beobachtungen deuten darauf hin, dass das Weltall – bzw. zumindest die „Blase“ die wir einsehen können – großskalig homogen (es hat an allen Orten die gleiche Beschaffenheit) und isotrop (es sieht von einem festen Ort aus betrachtet in jede Richtung gleich aus) ist. Mir gefällt jedoch der Gedanke, dass der Bauchnabel jedes Mädels ein irdisches Gegenstück zu einem größeren kosmischen „Nabel“, der Akkretionsscheibe aus der sich ein Sonnensystem bildet, darstellt.

In allen Spiralgalaxien läuft unablässig milliardenfach die Entstehung neuer Sterne ab: Entlang der leuchtenden Spiralarme, bei denen es sich um rotierende Dichtewellen handelt, die durch das das dünne interstellare Gas wandern und es dabei komprimieren, kollabiert diffuse Materie, zunächst zu klumpenhaften Dunkelwolken, in denen kohlenstoffreicher Staub das Sternlicht schluckt. Diese fragmentieren zu immer kleineren Materieballungen, bis der Größenordnungsbereich einzelner Sternmassen erreicht ist.

Fliegen die Teilchen, Gasmoleküle und Staubpartikel, in der Ursprungswolke noch recht zufällig durcheinander, so bildet sich im Laufe der stufenweisen Fragmentation allmählich eine geordnete Drehbewegung des Gebildes heraus, mit zufällig ausgerichteter Drehachse: Denn trotz der sehr niedrigen Dichte (die Materie ist stärker verdünnt als das Restgas in den besten technischen Höchstvakua auf der Erde) begegnen sich immer wieder einmal Teilchen und tauschen Impuls aus. Rein stochastisch überwiegt eine bestimmte Orientierung der Umlaufbahnen um den Schwerpunkt der Materiewolke, diese übeträgt sich im Laufe von Jahrmillionen auf die gesamte Struktur.

Beim Kollaps unter der eigenen Schwerkraft rotiert die Wolke rascher und rascher, nach dem Prinzip der Drehimpulserhaltung wie eine pirouettende Eisprinzessin, die Arme und Beine anzieht, und plattet sich dadurch ab. Eine scheibenförmiges Gebilde aus verdichteten Gas- und Staubwolken entsteht, in dessen Mitte, dort, wo die Mulde des Gravitationspotentials am tiefsten ist, sich die Materie zum Zentralstern verdichtet, dessen Dichte solange weiter anwächst, bis in seinem Zentrum das Kernfusionsfeuer zündet, Wasserstoff zu Helium transmutiert und der Kollaps fürs erste gestoppt wird. In den weiter außen liegenden Bereichen der Scheibe dagegen bilden sich Planeten, die, falls sie in der richtigen Entfernung zum Stern entstehen, unter Umständen Leben tragen können.

Die Astrophysik bezeichnet alle Elemente schwerer als Helium als „Metalle“. Während Wasserstoff und Helium (und in sehr geringem Maße Lithium, Beryllium und Bor) bereits in der Frühphase des Kosmos kurz nach dem Urknall erzeugt wurden, entstanden alle schwereren Nuklide später durch Kernreaktionen in Sternen.

Ich erinnere mich noch gerne daran, wie ich zum ersten Mal bewußt ein Mädchen mit Bauchkette sah: Es war ein sehr heißer Sommer, Anfang der 2000er Jahre, und die Dame, die ich als Bedienung in einem Cafe kannte, spazierte, vielleicht auf dem Weg zur Universität oder von dort kommend, durch die Stadt, sehr spärlich, sexy und frech gekleidet: außer einem ganz kurzen Minirock und einem Top, das den Bauch völlig nackt ließ, trug sie eben nur ihren Schmuck – einen Bauchnabelring und die durch ihn gezogene Bauchkette. Sie lächelte mir vergnügt zu und ihr Piercing reflektierte das Sonnenlicht, schimmernd wie ein winziges Abbild der mit kristalliner Helligkeit am unendlichen Sommerhimmel gleißenden Sonne.

Der Bauchnabel ist das geometrische und ästhetische Zentrum des menschlichen Körpers, so wie der Stern die Gravitationspotentialmulde eines Sonnensystems definiert. Der aus dem Nabel der jungen Frau reflektierte winzige Blitz von Sonnenhelligkeit, ein infinitesimaler Anteil der aus dem Herzen der Sonne herausbrodelnden nuklearen Energie verschmelzender Wasserstoffkerne, verstärkte sich in meiner Phantasie zu einer fremdartig-schönen Idee: Was, wenn man jeden Mädchenbauchnabel als erotisch-irdisches Äquivalent eines der zahllosen Akkretionswirbel in unserer Galaxis ansähe? Ein im Sommermittagslicht aufschimmerndes Piercing schmiegt sich, selbst metallisch, in die organische Umgebung – überwiegend aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff aufgebaute Haut – ähnlich wie der im Zentrum der protoplanetaren Scheibe aufglühende Stern, seiner Natur nach den Metallen verwandt, da er diese, im astrophysikalischen wie auch im engeren chemischen Sinn, aus nichtmetallischen Elementen erbrütet, von nuklearem Feuer geheizt zum unwirklich flimmernden Glaßt des Schmelzofens, sich in seine kühlere, teils mildfeuchte Umgebung einschmiegt, ihr verbunden und doch andersartig. In gewisser Entfernung vom rasenden Sternfeuer, dort, wo die strömende Energie sanft und diffus geworden ist, aber noch nicht ausgedünnt zu klirrender Kälte, vermögen sich organische Strukturen zu bilden, aus Kohlenstoff, Wasser und Spurenelementen.

Findet sich nicht auch in relativ geringem Abstand vom Bauchnabel des Menschen, nur etwas mehr als eine Handspanne entfernt, das Geschlecht, Ursprung neuen Lebens? Wir sind eine Art lebendes Museum: Unsere Körperflüssigkeiten könnten ein Abbild der dämmrigen Brackwasserteiche sein, in denen auf der Urerde die ersten Makromoleküle sich zu vervielfältigen, und etwas später zu lieben und zu verschlingen lernten. Die Oberfläche der Teiche zitterte unter den Windstößen der giftigen Uratmosphäre, einer Tierhaut ähnlich, und reflektierte aus tiefhängenden, schwarzen Wolken flackernde blaue und violette Blitze.

Kann man den Bauchnabel somit als sternhaft-metallisch, das Geschlecht als planetar-biologisch ansehen? Ein faszinierendes Gedankenthema mit kosmischem Umschwung!

Warum ich den Bauchnabel bei jungen Frauen so bezaubernd finde, in noch höherem Maß als beispielsweise die Brüste? Ich weiß es nicht; auch dies ist eine interessante Frage. Besonders gefällt es mir, wenn ein Mädel bauchfrei tanzt, sich wild und unanständig aus Hüften und Pobacken heraus zur Musik bewegt und seinen Nabel wie eine Bauchtänzerin kreisen lässt.

Übrigens sehen nicht nur Miniröcke als Bestandteil eines bauchfreien Outfits sexy aus, gerade auch lange, weite, fließende Röcke, durch die man die Bewegung der Pobacken gerade eben erahnen kann, können wunderschön sein.

PS.:
Der Plural von Bauchnabel ist Bauchnabel! (und nicht etwa „Bauchnäbel“ o. ä.)

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