Die Reise jenseits der Realität

Manchmal entdecken wir beim Aufräumen längst vergessene USB-Speichersticks. Hin und wieder schlummert unter einem Bücherstapel sogar ein Laptop, der seit Jahren nicht mehr zum warmen elektrisch-summenden Leben erwacht ist.

Wir schließen den vergessenen Computer an die elektrische Kraftquelle an – denn es ist klar dass seine Batterie leer ist wie ein ausgetrocknetes Wasserloch in der Wüste – berühren den Schalter. Summen, Leuchten, Gefühle: Ja, damals in Grenoble. Spätabends, nachts, im astrophysikalischen Institut, aßen wir Blauschimmelkäse mit dem Messer und der Laptop schnurrte, eine bunte freundliche Laterne. Wir arbeiteten nicht gar so viel in Grenoble, aber trieben allerlei Lustiges, spazierten nachts an der Isère entlang, fuhren mit der Seilbahn auf den Felsen, tranken Kaffee und Wein im Cafe Jules Verne, aßen Käse, ließen das Programm xfractint bunte Fraktale zeichnen.
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Gruselmärchen der Moderne

Im Mittelalter fürchteten Menschen sich vor Hexen, Dämonen, Geistern, Vampiren und allerlei sonstigen übersinnlichen Unholden.

Heutzutage wissen die meisten (hoffentlich), dass es solche Wesen nicht gibt. Aber es spuken immer noch schaurige Märchen und Sagen durch die Köpfe – allerdings sind die „finsteren Mächte“ nun technologisch-industrieller Natur.
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Bauchnabel-Gedanken

In der Türkei erzählt man sich die Sage, nachdem Gott den Menschen erschaffen habe, habe Satan voll Verachtung auf die neue Kreatur gespuckt – da er seine Geschöpfe nicht verunreinigt wissen wollte, nahm Gott jedoch die getroffene Stelle fort: So entstand der Bauchnabel des Menschen.
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