Phantasie: Wie ich gerne dominiert werden möchte

Ich bin devot veranlagt. Frauen sind für mich wunderschöne Göttinnen, die verehrt, angehimmelt werden sollten. Doch in welcher Form, auf welche Weise würde ich gerne dominiert, erzogen, bestraft werden?

Ich denke, dies kann man recht gut daran erkennen, wie ich mir in meinen Stories die Zukunft der Menschheit ausgedacht habe: An der Spitze der Weltgesellschaft steht eine Art technokratische Liga wunderschöner, halbnackter, hyperintelligenter Wissenschaftlerinnen.

Mit anderen Worten: meine Phantasie geht in die Richtung, dass eine Dame, oder vielmehr mit angemessener Anrede „Göttin“, mich geistig und emotional spüren lässt, dass Frauen selbstverständlich Männern turmhoch überlegen sind, da sie viel schöner und intelligenter sind, und dass ich (oder irgendein anderer Mann) daher nicht viel zu melden habe, besser den Mund halten sollte – aber, wenn ich mich manierlich, gehorsam, still, gebildet und außerordentlich höflich verhalte, eventuell ein klein wenig Gnade finde.

Damit verbunden genieße ich die Vorstellung, meine Sinnlichkeit vollständig in die Hände einer Frau zu legen: männliche Sexualität ist hässlich und ein wenig abstoßend; durch weibliche Kontrolle sollte sie in edlere Bahnen gelenkt werden. Orgasmusverbot: Ich darf nur dann kommen, wenn meine Göttin es mir gestattet, und sie gestattet es mir keinesfalls oft! Meine Göttin darf selbstverständlich immer einen Orgasmus bekommen, wenn ihr danach gelüstet, z. B. indem ich sie lecke, vor allem am Poloch – eine wunderbar demütigende, erotische, kribbelnde und schöne Vorstellung! Spöttisch lässt meine Göttin mich spüren: „Mmja, ich darf jederzeit kommen, weil Frauen schöner, anmutiger und von Natur aus überlegen sind. Du darfst es allenfalls, wenn ich dich lasse, und ich werde dich nicht oft lassen, da Enthaltsamkeit zur Veredelung von Männern sehr gut ist.“

Im Saal herrscht samtige Dämmerung, die Tanzfläche verliert sich in violetten und rötlichen Schatten. Ein langsamer Walzer: Musik zittert von nirgendwo ins Unendliche. Keine bedeutsame, keine wilde Melodie, aber die Nacht hat geradeeben erst begonnen.

Wie faszinierend, wie lehrreich das Gespräch mit meiner Göttin ist. Wir haben uns stundenlang an der Bar unterhalten, bei flammendem Rotwein vom Alta Plana, über alte philosophische Systeme, überraschend und verwinkelt wie ein Spiegellabyrinth, über moderne Kosmologie, die Geometrie der Raumzeit, fremdartig und wunderbar wie ein Labyrinth auch diese. Hochgewachsen ist meine Göttin, mit nachtschwarzem Haar bis zum Po und heller Haut. Ihr dicht behaartes Schamdreieck, die festen birnenförmigen Brüste und der kreisrunden Bauchnabel, dessen Tiefe ihn wie eine winzige paradiesische Talmulde erscheinen lässt, erregen und bezaubern mich: Denn meine Göttin ist vollständig nackt, nur bekleidet mit hochhackigen, schwarzen Stöckelschuhen, deren Geräusch auf dem Parkett mich lustvoll erschauern lässt.

„Du bist für einen Mann recht intelligent, und hast ein feines intuitives Verständnis für die Mechanik des Tanzes zweier Neutronensterne umeinander. Nun wollen wir sehen, ob es um deine Höflichkeit ebenso gut bestellt ist.“ Rauh und sanft zugleich ihre Stimme.

Wir tanzen miteinander, durch die fiebrig-wüsten, pochend-süßen Stunden der Nacht, bis das allererste Frührot in den Saal dringt. Nackt tanzt sie, die schöne Göttin, mit mir, dem unansehnlichen, aber manierlichen, bekleideten Mann. „Wehe du kommst!“ Das hat sie mir als wir auf die Tanzfläche gingen ins Ohr geflüstert. Rauh und sanft zugleich: „Wehe, ich sehe etwas Feuchtes an dir. Die Züchtigung würdest du noch wochenlang spüren!“

Je weiter die Nacht voranschreitet, desto wilder, ausgelassener, erotischer wird die Musik: Salsa, Merengue, Tango. Meine Göttin weiß das zu schätzen: Ihr Po hüpft und wackelt so wild und unanständig, dass es scheint, die Backen sind von eigenem Leben beseelt und amüsieren sich aus eigener Lust, was sie ihnen gerne gönnt – ich kann spüren, wie sie mich zärtlich verspottet, wenn sie mich bei einer Drehung, die ihrem Po in geringster Entfernung von mir einen bezaubernden Schautanz aufzuführen ermöglicht, süffisant über die Schulter anblickt: „Nichts wirkt so veredelnd auf Männer wie von einer Dame anbefohlene Enthaltsamkeit. Verzehr dich nur vor Sehnsucht nach deinem kleinen fragwürdigen männlichen Orgasmus, du darfst dich vorläufig glücklich schätzen, mit mir reden und tanzen zu dürfen. Wenn ich mich nachher gnädig fühle, erlaube ich dir eventuell, mich an einer ganz bestimmten Stelle zu lecken und mir einen herrlichen weiblichen Orgasmus zu schenken.“

Frauen sind Göttinnen. Jeder Mann sollte tiefste Dankbarkeit spüren, sich auch nur in ihrer Nähe aufhalten zu dürfen.

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